Karl Mays sächsische Heimat

Radebeul   Dresden-Elbflorenz    Hohenstein-Ernstthal
 


Karl May
 

 
Karl May (1842–1912) ist mit einer weltweiten Gesamtauflage von ca. 200 Millionen der auflagenstärkste deutsche Autor. Übersetzungen liegen in fast 50 Sprachen vor. Der Durchbruch gelang ihm mit seinen ›Reiseerzählungen‹, die ab 1892 in Buchform erschienen. May schildert darin in der Ich-Form die abenteuerlichen Erlebnisse seines Helden in exotischen Ländern, vor allem im Wilden Westen Nordamerikas und im Orient. Es gelang ihm, wie Claus Roxin urteilt, diese fiktiven Berichte so suggestiv vorzutragen und ihren geographischen und völkerkundlichen Hintergrund so farbenprächtig auszumalen, dass die Reiseerzählungen (›Winnetou‹, ›Old Surehand‹, ›Durch die Wüste‹ usw.) bis heute immer neue Lesergenerationen in ihren Bann schlagen. Auch die humane Tendenz seiner Bücher und ihr Einsatz für unterdrückte Völker (wie die Indianer und die Kurden) sichern dem »Shakespeare der Jungens« (Ernst Bloch) immer wieder aktuelles Interesse und die Zuneigung ungezählter Leser.

Karl May ist deshalb ein wertvoller Imagefaktor nicht nur für die Region Dresden, deren Ansehen unter der Pegida-Bewegung gelitten hat. Er steht für eine weltoffene sächsische Hauptstadt:

»Vor allen Dingen bin ich Mensch, und wenn ein andrer Mensch sich in Not befindet und ihm helfen kann, so frage ich nicht, ob seine Haut eine grüne oder blaue Farbe hat.«
[Old Surehand I, Freiburg 1894, S. 242]

»Geht mir mit einer Civilisation, die sich nur vom Länderraub ernährt und nur im Blute watet! Wir wollen da gar nicht etwa nur von der roten Rasse reden, o nein. Schaut in alle Erdteile, mögen sie heißen, wie sie wollen! Wird da nicht überall und allerwärts grad von den Civilisiertesten der Civilisierten ein fortgesetzter Raub, ein gewaltthätiger Länderdiebstahl ausgeführt, durch welchen Reiche gestürzt, Nationen vernichtet und Millionen und Abermillionen von Menschen um ihre angestammten Rechte betrogen werden?«
[Old Surehand III, Freiburg 1896, S. 127]

»Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch. Ihr habt stehende Heere für den Krieg, die jährlich viele Milliarden kosten. Wo habt ihr eure stehenden Heere für den Frieden, die keinen einzigen Para kosten, sondern Millionen einbringen würden?«
[Ardistan und Dschinnistan I, Freiburg 1909, S. 17]

»Wehe und tausendmal wehe dem Volke, welches das Blut und das Leben von Hunderttausenden vergießt, um anderthalb Schock Ritter des eisernen Kreuzes dekorieren zu können! Wir brauchen Männer des Geistes, Männer des Wissens und der Kunst. Die wachsen aber nicht bei Wagram oder Waterloo!«
[Karl May an den Maler und Freund Sascha Schneider, 1906]

Karl May ist mit seinen unsterblichen Romanfiguren wie Winnetou, Old Shatterhand, Sam Hawkens, Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zu den jährlich stattfindenden Karl-May-Festtagen in Radebeul kommen regelmäßig 30.000 Besucher. – Zählt man die Besucherzahlen aller Karl-May-Bühnen in Deutschland zusammen, so sind es weit über 500.000 Zuschauer, die in jedem Sommer von der Phantasiewelt Mays fasziniert sind. Karl May lebt. Seine Romanhelden sind generationsübergreifend so unsterblich wie die Märchenfiguren der Brüder Grimm.

Das Karl-May-Museum in Radebeul, der Wahlheimat des Dichters, beherbergt in seinem Wohn- und Sterbehaus Villa »Shatterhand.« den mobilen Nachlass Mays u.a. mit Arbeits- und Empfangszimmer sowie einer kulturhistorisch wertvollen Bibliothek. Darüber hinaus sind in der »Villa Bärenfett« exotische Originale u.a. aus der Pionierzeit Nordamerikas zu sehen. Das Museum ist mit seinem wildromantischen Areal und seiner verkehrsgünstigen Lage ca. 25 Straßenbahnminuten vom Stadtzentrum Dresdens entfernt ein bedeutsamer Kulturtreffpunkt, der aufgrund seines vielfältigen Schauwerts Alleinstellungsmerkmale gegenüber anderen Museen erkennen lässt.
 

Dresden-Elbflorenz

  
Jährlich pilgern zahlreiche Karl-May-Freunde nach Sachsen, um die Gedenkstätten des Dichters zu besuchen. Viele Gebäude und Örtlichkeiten sind erhalten. Es gibt viel zu entdecken, will man auf den Spuren Karl Mays wandeln, um erholsame Tage in Radebeul und Dresden sowie in Hohenstein-Ernstthal am Rande des Erzgebirges zu verbringen. Sie sind herzlich willkommen!

 

Karl-May-Stiftung Radebeul

Karl-May-Museum Radebeul

Karl-May-Vereinigung

Der Beobachter an der Elbe 

Förderverein Karl-May-Museum Radebeul e. V.

Karl-May-Haus Hohenstein-Ernstthal

 


 

Landeshauptstadt Dresden

Radebeul – Eine Stadt zum Genießen …

Karl-May-Geburtsstadt Hohenstein-Ernstthal
  
   

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  Karl-May-Stiftung / Karl-May-Museum Radebeul
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Arbeits- und Forschungsgemeinschaft KARL MAY in Sachsen
Die Karl-May-Vereinigung